Sportforum bietet spannende Vermarktungseinblicke

Zum Thema Vermarktungschancen von aufstrebenden Sportarten empfing der SpoRAC am 5. Juli vier Referenten aus dem Sportbusiness. Mit Thomas Joos von Infront Sports, der sich um die Marketing-Belange des 1. FC Köln kümmert, Philipp Reuner, SpoRACler und Geschäftsführer der Gießen 46ers, dem freien Sportjournalisten Bernd Schwickerath und Marcus Mäurer von Telekom Basketball diskutierte eine spannende Expertenrunde über die Zukunftsaussichten von aufstrebenden Sportarten.

Dabei wurde der Fokus weg von Fußball, in Richtung Basketball und Eishockey gerichtet. Sportarten, die nicht nur steigende Nachfrage in der Live-Übertragung nachweisen, sondern auch von den Experten als solche identifiziert wurden, die zukünftig Potenzial für Vermarktung bieten.

In einer munteren Runde, welche von Marija Kurtes und Alicia Brahm charmant und locker moderiert wurde, profitierten nicht nur die anwesenden SpoRACler vom intensiven Austausch unter den Referenten, sondern ergänzten diese sich auch in Ihren Einschätzungen zur Lage Sportdeutschlands. „Spucken, Kratzen, Beißen“: So beschrieb Philipp Reuner nicht nur prägnant seinen Verein Gießen 46ers, sondern spiegelte mit diesem Statement auch die allgemeine Ausrichtung von aufstrebenden Sportarten wider. Wo der Fußball mit seinen zurechtgestutzten Musterprofis endet, können kleinere Sportarten durch die Nähe zu den Fans, exklusiven Eindrücken und einzigartigen Interviews punkten. Ein Vorteil, den Bernd Schwickerath auch im Eishockey sieht. Mit unterhaltenden Sprüchen und überzeugend ehrlichen Einschätzungen, brachte nicht nur er die Gäste einige Male zum Schmunzeln. Das Sportdeutschland nicht nur Fußball sein kann und darf, stellte auch Thomas Joos fest, obwohl gerade er aus dieser Branche kommt und auch durch den Erfolg des Fußballs sein Geld verdient. Trotzdem verwies er darauf, dass sich der Markt des Sportfernsehens auch immer an der Nachfrage orientiert und diese nun mal im Fußball am größten ist. Diese Nachfragepotenziale würden aber auch in anderen Sportarten liegen, so Joos und verwies dabei anerkennend auf Thomas Mäurer, der das Projekt Telekom Basketball umsetzt und in der nächsten Saison mit Telekom Eishockey ein weiteres Zugpferd ins Boot holt. Mit einer großen Steigerung der Einschaltquoten im Vergleich zum Vorjahr stellte Mäurer auch statistisch den Eindruck dar, dass das Produkt Basketball im TV eine Zukunftsperspektive bietet.

Ein weiterer Aspekt, der vor allem für unsere Studenten von großem Interesse sein kann, wurde gegen Ende von Philipp Reuner nochmals erläutert und personifiziert. Zwar winkt im Fußball auch im Management-Bereich das ganz große Geld, doch ist ein Einstieg in kleineren Sportarten nicht unbedingt ein Nachteil, da man dort schneller in verantwortungsvolle Positionen aufsteigen und selbst Fortschritte in der eigenen Entwicklung machen kann. In einer abschließenden Fragerunde blieb nichts unbeantwortet und auch die Gäste konnten persönlich mit den Referenten in Kontakt treten.

Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals bei allen Referenten für einen sehr gelungenen und interessanten Abend und allen Gästen ihr Kommen und lebhafte Diskussionen!

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